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DAS ROMANI-PROJEKT

Das ROMANI-PROJEKT versteht sich als Beitrag zum Kultur- und Identitätserhalt durch Kodifizierung und Didaktisierung der sprachlichen Varianten der österreichischen Roma.

Aufgrund des Assimilationsdrucks ist das in Österreich durch mehrere Varianten repräsentierte Romani, das zum indo-arischen Zweig der indoeuropäischen Sprachen zu rechnen ist, vom Sprachtod bedroht. Nicht nur aus Sicht der Sprecher ist deshalb die Kodifizierung Voraussetzung dafür, dass die Wahrscheinlichkeit des Sprachverlusts und damit des künftigen Sprachtods verringert wird.

Vor diesem Hintergund ist das seit Herbst 1993 laufende Romani-Projekt am Institut für Sprachwissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz zu sehen. Es handelt sich bei diesem von den Betroffenen selbst initiierten Vorhaben weder um ein rein wissenschaftlich-akademisches Projekt noch um folkloristisch-sprachpflegerische Zwangsbeglückung, sondern um auf wissenschaftlicher Basis durchgeführte Arbeiten im Auftrag der Volksgruppe, die dem Sprachtod entgegenwirken und damit zum Kultur- und Identitätserhalt beitragen. Aufgrund dieser Ausrichtung hat sich das Romani-Projekt kontinuierlich von einem sprachwissenschaftlichen Projekt zu einer kulturwissenschaftlichen Serviceorganisation gewandelt. Das ist u. a. der Grund dafür, daß auf diesen Seiten neben dem Kernbereich LINGUISTIK auch die Bereiche UNTERRICHT, BIBLIOGRAPHIEN, JOURNALE und RADIO geboten werden.
Innerhalb dieser Bereiche sind die Lernhilfebetreuung sowohl des Vereins Roma im südburgenländischen Oberwart als auch des Vereins Romano Centro in Wien ebenso unabhängig vom Romani-Projekt aufgebaut worden wie Radio Romano Centro und die Zeitung Romano Centro, die z. T. von Personen betreut werden, die auch im Projekt mitarbeiten. Die Zeitung Romani Patrin des Oberwarter Vereins Roma wird hingegen primär vom Projekt betreut.
Die Bibliographien, von denen die mehr als 12.000 Einträge umfassende bibliographic database - romane lila an vorderster Stelle zu nennen ist, sind quasi Nebenprodukte der laufenden Projektarbeiten. Weiters werden in enger Kooperation mit dem Phonogrammarchiv der ÖAW zweisprachige Bücher sowie CDs mit Dokumenten der Oralliteratur der Roma herausgegeben.

Credits:
Diese Webpages wurden mithilfe von Förderungen folgender Institutionen erstellt:
Bundeskanzleramt (aus Mitteln der Volksgruppenförderung)
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur



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Letzte Änderung am 06/01/07